Was ist die optometrische Haltungskontrolle?
Die optometrische Haltungskontrolle ist eine gründlichere Beurteilung des Sehens als die normale Sehkontrolle. Sie beschränkt sich nicht darauf, die Sehschärfe zu messen, sondern betrachtet, wie das visuelle System als Ganzes funktioniert und wie das Sehen mit der Körperhaltung zusammenhängt. Sie orientiert sich an der Verhaltensoptometrie.
Was sie beurteilt
- wie beide Augen zusammenarbeiten (binokulares Sehen)
- die Fähigkeit, auf verschiedene Entfernungen scharf zu stellen und die Schärfe über längere Zeit zu halten
- die Augenbewegungen
- sehbezogene Haltungsmuster, zum Beispiel den Kopf neigen oder drehen, um besser zu sehen
Je nach Ergebnis können wir Ihnen die passendste Korrektur vorschlagen, auch mit maßgefertigten Gläsern, und bei Bedarf ein visuelles Training (Visual Training).
Für wen sie sinnvoll ist
- Kinder und Jugendliche: wenn Lesen, Schreiben oder Abschreiben von der Tafel besonders anstrengend erscheint.
- Erwachsene: für alle, die viele Stunden am Computer oder bei Naharbeit verbringen und abends mit müden Augen oder Nackenverspannungen dastehen.
- Wer sich in Behandlung bei Ärzten, Physiotherapeuten oder Osteopathen befindet und auch den visuellen Aspekt beurteilen lassen möchte.
Häufige Kopfschmerzen, Schwindel oder Benommenheit sollten zuerst vom Arzt abgeklärt werden: Die Sehkontrolle kann die ärztliche Behandlung begleiten, aber nicht ersetzen. Die optometrische Haltungskontrolle ersetzt auch nicht den Besuch beim Augenarzt, den wir Ihnen einmal im Jahr empfehlen.
Mehr darüber, wie sich Sehen und Haltung gegenseitig beeinflussen, lesen Sie auch unter Haltung und Sehen.

